Ausführliche Fassung mit allen Vorlagen und Prüfnotizen. Zur kompakten Fassung
Website-Relaunch und SEO: Eine Checkliste für den sicheren Umstieg
Wer einen alten Link zu Ihrer Badsanierungsseite öffnet, sollte auch nach dem Umbau bei der passenden Leistung ankommen. Dort braucht er weiterhin eine verständliche Erklärung Ihrer Arbeiten und einen funktionierenden Kontaktweg. Das neue Aussehen ist nur ein Teil dieses Übergangs.
Bei einem Website-Relaunch können Inhalte, Seitenadressen und Technik wechseln. Deshalb beginnt die Vorbereitung mit der bisherigen Website: Welche Seiten bleiben, welche bekommen eine neue Adresse und was wird tatsächlich nicht mehr gebraucht? Eine Zuordnung der alten zu den neuen Adressen macht diese Entscheidungen für das ausführende Team nachvollziehbar.
Dieser Ratgeber richtet sich an kleine Handwerksbetriebe in Österreich. Er führt von der Bestandsaufnahme bis zur Nachkontrolle und enthält eine herunterladbare Musterliste sowie eine Checkliste zum Kopieren. Das Badsanierungsbeispiel ist fiktiv. „Sicher“ bedeutet hier, dass die wichtigen Schritte geprüft werden. Suchzugriffe und Positionen bei Google können sich auch bei einem sorgfältig vorbereiteten Umzug verändern. [1]
Was soll sich an Ihrer Website ändern?
Ein Relaunch ist eine Überarbeitung Ihrer Website. Vielleicht können Kunden eine wichtige Leistung kaum finden. Vielleicht ist das Formular am Handy schwer auszufüllen oder das Ergänzen neuer Projekte im bisherigen System umständlich. Aus solchen Problemen lässt sich ein brauchbarer Auftrag formulieren: Was soll nach dem Umbau besser funktionieren und woran erkennen Sie das?
Das Alter der Website allein beantwortet diese Frage noch nicht. Manchmal reicht eine gezielte Verbesserung. Wenn eine umfassendere Überarbeitung nötig ist, sollten hilfreiche Inhalte und funktionierende Anfragewege in der neuen Planung ihren Platz behalten. Bei einer bestehenden Badsanierungsseite betrifft das etwa den Leistungsumfang und das tatsächliche Einsatzgebiet. [b]
Eine Domain ist der Name des Webauftritts, etwa handwerk.example. Im Content-Management-System, kurz CMS, pflegen Sie Texte, Bilder und Seiten. Ein gleichzeitiger Wechsel von Domain, CMS und Gestaltung verbindet mehrere Aufgaben. Google empfiehlt, solche Änderungen nach Möglichkeit nacheinander vorzunehmen. [1]

Relaunch, Redesign oder CMS-Wechsel?
Ein Redesign verändert vor allem die Gestaltung. Bei einem Relaunch können zusätzlich Menü, Inhalte oder Technik wechseln. Ein CMS-Wechsel überträgt die Website in ein anderes System und kann Teil dieses Relaunches sein. Die Bezeichnungen überschneiden sich; für den Auftrag zählt deshalb, welche Arbeiten tatsächlich vorgesehen sind.
Eine URL ist die vollständige Adresse einer einzelnen Seite. Ändern sich solche Adressen, muss auch der Umzug geplant werden. Dieser Umzug heißt Migration. Bei einem Domainwechsel ändert sich der Name des gesamten Auftritts; neue Pfade innerhalb derselben Domain sind ebenfalls URL-Änderungen. [1]
Die Tabelle hilft, den Umfang mit dem Anbieter zu besprechen. Auch wenn die Adressen bei einem reinen Redesign bleiben, gehören die veröffentlichten Seiten zur Abnahme. [b]
| Prüffrage | Redesign | Relaunch | CMS-Wechsel |
|---|---|---|---|
| Was ist der Anlass? | Darstellung oder Bedienung ändern. | Mehrere geplante Änderungen an Auftritt, Inhalt oder Technik. | Inhalte und Betrieb in ein anderes System übertragen. |
| Was passiert mit den URLs? | Bestehende Adressen können bleiben; trotzdem prüfen. | Für jede URL festhalten, was mit ihr passiert und warum. | Adressen können bleiben oder sich durch das neue System ändern. |
| Was muss bleiben? | Hilfreiche Inhalte und funktionierende Kontaktwege. | Inhaltliche Aufgaben, nötige Funktionen und sinnvolle bisherige Seiten. | Inhalte, Medien, Seitenangaben wie Titel und Beschreibung (Metadaten) sowie erreichbare Zielseiten. |
| Wo liegt die technische Prüfung? | Mobile Bedienung, Darstellung und Kontaktweg. | Zuordnung der Seitenadressen, Weiterleitungen, Voraussetzungen für den Suchindex und gesamte Abnahme. | Generierte URLs, Angaben zur bevorzugten Seitenadresse (Canonicals), Links, Formulare und Rechte. |
| Wann kann freigegeben werden? | Vereinbarte Änderungen und Anfrageweg sind geprüft. | Der geplante Umzug ist umgesetzt und die vereinbarten Abnahmekriterien sind nachweisbar erfüllt. | Die Übertragung und die tatsächlichen Einstellungen der veröffentlichten Website sind geprüft. |
SEO vor der Gestaltung mitplanen
SEO bedeutet Suchmaschinenoptimierung. Für den Relaunch gehört dazu früh die Entscheidung, welche Leistungsseiten bleiben und wie Kunden sie im neuen Menü erreichen. Werden diese Fragen erst nach dem Layout geklärt, muss das Team unter Umständen fertige Seiten erneut bearbeiten. Die Seitenplanung für Handwerksbetriebe hilft bei der Vorbereitung. [b]
Ihr Betrieb beurteilt dabei die fachlichen Inhalte und das Angebot. Das ausführende Team übernimmt die technische Prüfung. Diese Aufteilung sollte bereits im Auftrag erkennbar sein.
Die bisherigen Seiten sammeln
Die Bestandsliste erfasst, was von der bisherigen Website in die neue Planung eingeht. Dazu gehören Leistungsseiten und Referenzen, aber auch wichtige Bilder, PDFs und frühere Downloads. Für die Suche nach alten Adressen nennt Google unter anderem das CMS, Sitemaps, Zugriffsprotokolle und Linkdaten. [1]
Das sichtbare Menü allein reicht als Arbeitsgrundlage nicht aus. Ein Crawl, also der automatische Abruf erreichbarer Seiten, ergänzt die Liste. Seiten ohne eingehende Links können dabei fehlen. Eine Sitemap ist eine Datei mit Seitenadressen für Suchmaschinen. Bekannte Adressen aus Suchdaten und Backlinks, den Links anderer Websites zu Ihrer Website, sowie aus früheren Kampagnen ergänzen die Bestandsaufnahme. [b]
Für die Zusammenarbeit bietet sich je URL folgende Dokumentation an:
- die bisherige vollständige Adresse und das Seitenthema;
- die Aufgabe der Seite, etwa Leistungsinformation oder Anfrage;
- vorhandene Suchzugriffe und wichtige externe Links, soweit bekannt;
- die Entscheidung über den Inhalt und die geplante Ziel-URL;
- die zuständige Person und der spätere Prüfnachweis.
Die Agentur sammelt die technischen Angaben. Ihr Betrieb ergänzt, welche Leistungen und Einsatzgebiete noch stimmen und welche Projekte gezeigt werden dürfen. So erhält jede Seite eine begründete Entscheidung: beibehalten, überarbeiten, zusammenführen oder entfernen. Auch eine Seite ohne gemessene Besuche kann eine wichtige Kundenfrage beantworten. Fehlende Daten allein sind kein guter Grund, sie zu streichen. [b]
Was funktioniert heute schon?
Suchdaten als Vergleichsbasis sichern
Vor dem Umbau lohnt sich ein Blick darauf, über welche Seiten Interessenten den Betrieb bereits finden. Der Leistungsbericht der Google Search Console zeigt unter anderem Suchanfragen und Seiten sowie Klicks, Impressionen, Klickrate und durchschnittliche Position. Impressionen beschreiben die Einblendungen in der Suche; die Klickrate setzt Klicks ins Verhältnis zu diesen Einblendungen. [2]
Zum Export gehören der Zeitraum und die verwendeten Geräte- und Länderfilter. Dieselben Einstellungen helfen später beim Vergleich. Vorhandene Analytics-Daten, also Daten zur Nutzung der Website, können die Ausgangslage ergänzen. Fehlende Daten bleiben als Lücke erkennbar. [b]
Suchzugriffe, Anfragen und Aufträge beschreiben unterschiedliche Schritte. Ein Telefonklick bestätigt noch kein Gespräch, und eine eingegangene Anfrage kann außerhalb Ihres Angebots liegen. Für die Auswertung braucht es deshalb neben den Suchdaten auch die tatsächlich angekommenen und nachvollziehbar zugeordneten Anfragen im Betrieb. [b]
Hilfreiche Antworten übernehmen
Im fiktiven Badsanierungsbetrieb erklärt eine bisherige Seite ausführlich, welche Arbeiten bei einem barrierearmen Bad möglich sind. Im neuen Entwurf steht nur noch „Wir machen Ihr Traumbad“. Die Gestaltung mag damit aufgeräumter wirken, die fachlichen Antworten fehlen jedoch. Sie sollten in der neuen Fassung wieder einen verständlichen Platz bekommen. [a]
Dasselbe gilt für passende Referenzen und bewährte Kontaktwege. Die Überarbeitung bietet Gelegenheit, Angaben zu korrigieren und verständlicher zu machen. Sie braucht keinen vollständigen Austausch nützlicher Inhalte.
Seitenadressen und Suchthemen zuordnen
Beim URL-Mapping steht neben jeder alten Seitenadresse ihre künftige Adresse oder die Entscheidung, sie zu entfernen. Das Redirect-Mapping zeigt, wo eine Weiterleitung nötig ist. Redirect ist das englische Wort für Weiterleitung.
Das Keyword-Mapping beantwortet eine andere Frage: Welche Seite erklärt welches Suchthema? Keywords sind Wörter oder Wortgruppen aus Suchanfragen. Ein Fokus-Keyword bezeichnet den wichtigsten Suchbegriff der Seite. Ähnliche Formulierungen können auf derselben Seite behandelt werden, wenn sie dasselbe Anliegen betreffen. Diese Zuordnung ist eine Arbeitshilfe für die Inhalte. [b]
Beide Listen müssen zusammenpassen. Eine neue Zielseite sollte die Aufgabe der bisherigen Seite weiterhin erfüllen. Ihr Betrieb prüft dazu Leistung und Einsatzgebiet; die Agentur dokumentiert die Zuordnung und ihre Umsetzung.
Alte Adressen und 301-Weiterleitungen
Bleibt eine Seite unter ihrer bisherigen Adresse, benötigt sie wegen des neuen Designs keine Weiterleitung. Ändert sich die Adresse dauerhaft, empfiehlt Google nach Möglichkeit eine serverseitige dauerhafte Weiterleitung mit 301 oder 308. Der Webserver führt den Aufruf der alten Adresse dann zum neuen Ziel. [3]
Muster: Alte URL → neue URL → Prüfung
Die vier fiktiven Fälle zeigen, wie unterschiedlich die Entscheidungen ausfallen können. Die Tabelle verwendet relative Pfade, also den Teil nach dem Domainnamen. In der eigenen Arbeitsliste stehen vollständige URLs einschließlich Domain.
| Bisherige URL | Neue URL oder Entscheidung | Erwarteter Prüfnachweis |
|---|---|---|
| /badsanierung/ | /badsanierung/ beibehalten | Status 200, passender Inhalt, gewünschte Indexierbarkeit |
| /bad-renovieren.html | /badsanierung/ | 301 oder 308 direkt zur Zielseite; Ziel liefert 200 |
| /barrierearmes-bad/ | /badsanierung/barrierearm/ | Direkte dauerhafte Weiterleitung; bisherige Fachinformation ist im Ziel vorhanden |
| /aktion-fruehjahr-2022/ | Entfernen, kein passender Ersatz | Tatsächlicher Status 404 oder 410; Entscheidung dokumentiert |
Die URL-Mapping-Arbeitsliste als CSV enthält diese vier Fälle auf handwerk.example. Die Endung .example und ihre Unterdomains sind laut IANA für besondere Verwendungen reserviert. Es handelt sich um ein Muster mit fiktiven URLs. [4]
Die Spalte erwarteter_status nennt den später zu prüfenden HTTP-Status; pruefnachweis beschreibt die dazugehörige Kontrolle. In verantwortlich und datum ist noch nichts eingetragen, und status lautet jeweils „offen (Muster)“. Es wurde keine echte Website getestet. Die CSV ist eine Arbeitsliste und richtet selbst keine Weiterleitungen ein. Für die Verwendung ersetzen Sie die Musteradressen durch Ihre vollständigen URLs; beim Import in ein Tabellenprogramm passen UTF-8 und das Komma als Trennzeichen.
Das passende Ziel und den tatsächlichen Status prüfen
Ein HTTP-Statuscode beschreibt die Antwort des Webservers. Eine erfolgreiche Antwort mit Status 200 allein belegt weder den passenden Inhalt noch eine Aufnahme in den Suchindex. Für ersatzlos entfernte Inhalte sind tatsächliche Antworten mit 404 oder 410 vorgesehen. Eine sichtbare Fehlermeldung mit Status 200 kann Google als Soft-404 behandeln. Die Google-Dokumentation zu HTTP-Statuscodes erklärt diese Unterschiede. [5]
Auch eine pauschale Weiterleitung alter Leistungsseiten auf eine unpassende Startseite kann als Soft-404 gewertet werden. Eine inhaltlich passende Zusammenführung ist dagegen möglich. Google empfiehlt direkte Wege zum endgültigen Ziel statt Weiterleitungsketten. [1]
Zur Abnahme gehört deshalb mehr als die Antwortnummer. Das Team prüft sämtliche Zuordnungen auf Ziel und Status sowie auf Ketten oder Schleifen. Wichtige Zielseiten werden zusätzlich im Browser gelesen: Ein Besucher der bisherigen Seite zum barrierearmen Bad sollte die zugehörige Fachinformation auch am neuen Ziel finden. [b]
Die neue Website technisch prüfen
Testumgebung und öffentliche Website auseinanderhalten
Die neue Website entsteht häufig zunächst in einer Testumgebung, auch Staging genannt. Ein Zugriffsschutz kann diese Umgebung vor unbefugten Aufrufen schützen. Eine noindex-Regel erfüllt eine andere Aufgabe: Sie weist Google an, die Inhalte nicht in den Suchindex aufzunehmen, verhindert aber keine direkten Besucheraufrufe. Google erklärt den Unterschied zwischen Passwortschutz und Suchausschluss. [6]
Auf der öffentlichen Website müssen die vorgesehenen Leistungsseiten ohne Anmeldung erreichbar sein. Die Datei robots.txt regelt den Abruf durch Suchmaschinen, das sogenannte Crawling. noindex betrifft dagegen die Aufnahme in den Index und kann im HTML oder im HTTP-Antwortheader stehen. Google muss die Seite abrufen dürfen, um diese Regel zu erkennen. noindex in robots.txt wird nicht unterstützt. [7]
Entscheidend ist die tatsächlich ausgelieferte Seite einschließlich ihrer Antwortheader, also der technischen Angaben des Servers. Die Kontrolle darf sich deshalb nicht auf ein Häkchen im CMS beschränken. Entfernt werden nur versehentliche Sperren für öffentliche Inhalte. Geschützte und bewusst ausgeschlossene Bereiche behalten ihre passende Regel. [b]
Canonicals, interne Links und Sitemap abstimmen
Ist derselbe oder sehr ähnlicher Inhalt unter mehreren Adressen vorhanden, spricht man von Duplicate Content. Mit rel="canonical" lässt sich die bevorzugte Adresse angeben. Diese Angabe ist ein Signal für Google; sie löscht keine Seite und leitet Besucher nicht weiter. Die Google-Anleitung zur Kanonisierung beschreibt die Möglichkeiten. [8]
Nach dem Wechsel sollen die vorgesehenen Zielseiten ihre eigene bevorzugte URL nennen. Versehentliche Verweise auf Staging, eine alte Domain oder eine andere Leistungsseite gehören korrigiert. Auch interne Links führen direkt zu den neuen Zielen. [8] [1]
Die XML-Sitemap enthält die vollständigen Adressen der gewünschten bevorzugten Seiten. [9] Beim Abgleich mit dem freigegebenen Seitenplan fallen falsche Einträge auf. Staging-Adressen, entfernte Seiten und alte Adressen, die nur noch weiterleiten, gehören nicht in diese neue Zielliste. [b]
Seitentitel und Verbindungen zwischen den Inhalten erhalten
Der Seitentitel, oft SEO-Titel genannt, beschreibt die Seite. Die Meta Description ist eine kurze Zusammenfassung. Beide können die Darstellung in der Suche beeinflussen; Google verwendet für Titel und Beschreibung auch andere Seiteninhalte. [10]
Ein Vergleich der Titel nebeneinander hilft, Platzhalter und falsch zugeordnete Angaben zu entdecken. Bewährte Titel können bleiben, wenn sie weiterhin zum Inhalt passen. Die Hauptüberschrift und die Zwischenüberschriften sollten ebenfalls erklären, was der Besucher im jeweiligen Abschnitt findet. [10]
Für eine wichtige Dienstleistung zählt außerdem der Weg dorthin. Von der Leistungsübersicht sollte die gesuchte Arbeit erreichbar sein, von einer Referenz das passende Angebot. Beim Test lässt sich erkennen, ob ein Badumbau-Beispiel sinnvoll zur Badsanierung führt oder nur an der Startseite endet. [b]
Die Website am Smartphone benutzen
Google verwendet für Indexierung und Ranking die mobile Version der Inhalte. Wichtige Informationen müssen deshalb auch dort zugänglich sein. [11]
Ein echtes Smartphone zeigt, ob sich Texte lesen, Menüs öffnen und Formulare ausfüllen lassen. Dabei werden auch verdeckte Kontaktknöpfe oder beim Laden von Projektfotos springende Inhalte sichtbar. Solche Beobachtungen ergänzen die Messwerte. [b]
Core Web Vitals beschreiben Ladeleistung, Reaktionsgeschwindigkeit und visuelle Stabilität. [12] Googles Rankingsysteme berücksichtigen diese Werte. Gute Werte garantieren keine Spitzenposition; für die Abnahme zählen auch die Inhalte und die tatsächliche Bedienung. [13]
Anfrage und Messung bis zum Ende verfolgen
Zum Kontaktweg gehört der Empfang im Betrieb. Eine deutlich gekennzeichnete Testanfrage beginnt auf der Leistungsseite, führt über den Kontakt und endet mit der bestätigten Nachricht im richtigen Postfach. Auch die Telefonnummer muss im neuen Design auffindbar bleiben. Die Anfrageformular-Anleitung beschreibt die Prüfung genauer. [b]
Bei der Messung braucht es dieselben Definitionen vor und nach dem Umbau. Die Conversion Rate setzt gewünschte Aktionen ins Verhältnis zu einer festgelegten Bezugsgröße, beispielsweise Anfragen zu Websitebesuchen. Ändert sich die Zählweise, kann sich der Wert verändern, ohne dass zusätzliche Aufträge entstanden sind. Die vereinbarten Aktionen und ihre Zählregeln gehören deshalb ins Protokoll. [b]
Wer gibt den Start frei?
Der Start der neuen Website heißt auch Go-live. Vorher sollten Betrieb und Team wissen, wer die Inhalte abnimmt, technische Fehler behebt und die Veröffentlichung freigibt. Dazu gehört ein klarer Zugriff auf Domain, Hosting und Auswertungen. Hosting bezeichnet den Dienst, auf dem die Website gespeichert ist. Ihr Betrieb sollte die nötigen Zugänge behalten. [b]
Ein Starttermin ist dann gut gewählt, wenn das zuständige Team anschließend erreichbar ist. Die Sicherung und die Möglichkeit zur Wiederherstellung gehören ebenfalls in die Absprache: Was lässt sich tatsächlich zurücksetzen und wer entscheidet darüber? Ein vorhandenes Backup ersetzt diese Klärung nicht. [b]
Fehlt eine wichtige Leistungsseite, sperrt eine unbeabsichtigte Einstellung weite Teile der Website für Google oder funktioniert das Anfrageformular nicht, sollte der Start warten. Kleinere Gestaltungswünsche können als Restarbeiten weitergeführt werden. Diese Trennung macht die Freigabe greifbarer als eine allgemeine Zustimmung zum neuen Aussehen. [b]
Kosten und Dauer richten sich unter anderem nach Websitegröße, vorhandenen Inhalten und einem möglichen Systemwechsel. Der Auftrag sollte die Bestandsprüfung, Umsetzung und Weiterleitungen sowie die Nachkontrolle benennen. Einen festen Preis oder Termin für Ihren Betrieb liefert diese Checkliste nicht. Für die laufenden Aufgaben nach dem Wechsel hilft die Übersicht zur Website-Betreuung.
SEO-Checkliste zum Kopieren
Die 15 Kontrollpunkte fassen die Abnahme in einem Projektprotokoll zusammen. Zu jedem Punkt gehören eine zuständige Person, das Datum und der Nachweis oder ein offener Fehler. Ein Häkchen steht für eine bestandene Prüfung; „Nicht zutreffend“ braucht eine kurze Begründung. [b]
Projekt / Domain: ____________________
Geplanter Start / tatsächlicher Start: ____________________
Freigabe durch / technischer Kontakt: ____________________
Vereinbarte Nachkontrolle bis: ____________________
Je Prüfpunkt: Status / verantwortlich / Datum / Nachweis oder offener Fehler.
Vor dem Go-live
- ☐ URL-Inventar abgeglichen: CMS, Crawl, Sitemap und bekannte alte Adressen berücksichtigt; offene Lücken benannt.
- ☐ Inhalte freigegeben: Leistungsumfang, Einsatzgebiet und wichtige Referenzen vorhanden und fachlich richtig.
- ☐ Mapping beschlossen: Jede alte URL bleibt, führt zu einem passenden Ziel oder wird begründet entfernt.
- ☐ Redirect-Test bestanden: Direkte Wege zum erwarteten Ziel, richtiger Zielinhalt und Status, keine Schleifen.
- ☐ Technik geprüft: Vorgesehene Canonicals und Indexierungsregeln; Staging-Schutz und Live-Einstellungen getrennt.
- ☐ Kontakt und Wiederherstellung vorbereitet: Mobiler Anfrageweg getestet, Postfacheingang bestätigt, Sicherung und Zuständigkeiten dokumentiert.
Beim Start auf der echten Domain
- ☐ Live-URLs geprüft: Zentrale Leistungsseiten liefern den richtigen Inhalt; Weiterleitungen auf der öffentlichen Domain erneut getestet.
- ☐ Sperren und Canonicals geprüft: Keine versehentlichen noindex-, robots.txt- oder Zugangssperren für öffentliche Ziele; keine Staging-Verweise.
- ☐ Links und Sitemap aktualisiert: Interne Links führen direkt zu den Zielen; neue Sitemap abrufbar und eingereicht.
- ☐ Search-Console-Zugang geprüft: Bestehende Bestätigung weiterhin gültig; bei einer neuen Domain nötige Properties bestätigt. Eine Property ist der Eintrag der Website oder eines Websitebereichs in der Search Console.
- ☐ Anfrageweg live bestanden: Testnachricht eingetroffen, Telefonnummer und vereinbarte Messung geprüft; Startzeit und offene Punkte protokolliert.
Nach dem Start
- ☐ Unerwartete Fehler untersucht: 404/410, Serverfehler und falsche Weiterleitungen mit dem Mapping abgeglichen.
- ☐ Wichtige Ziele geprüft: URL-Prüfung und Indexierungsdaten dokumentiert; Zuständigkeit für ungeklärte Abweichungen vergeben.
- ☐ Suchzugriffe verglichen: Gleiche Filter und passende Zeiträume; technische Fehler und andere mögliche Ursachen getrennt untersucht.
- ☐ Nachkontrolle abgeschlossen: Korrekturen erneut getestet, Restarbeiten vereinbart und Aufbewahrung der Weiterleitungen geklärt.
Nach dem Start: Fehler und Suchdaten prüfen
Die veröffentlichte Fassung kontrollieren
Die Vorschau und die öffentliche Domain können unterschiedlich eingerichtet sein. Deshalb folgt auf die Freigabe eine Kontrolle der tatsächlich veröffentlichten Website. Dazu passen Server- oder Crawl-Ergebnisse und der Blick auf wichtige Zielseiten im Browser. [b]
Das URL-Prüftool der Search Console unterscheidet gespeicherte Informationen zum Google-Index vom Live-Test der aktuellen Seite. Ein erfolgreicher Live-Test zeigt keine bereits erfolgte Indexaufnahme und sagt auch nicht voraus, welche kanonische Adresse Google auswählt. Beide Ergebnisse bleiben im Protokoll getrennt. [14]
Bei einem Wechsel von Domain oder Subdomain kommt gegebenenfalls das Tool zur Adressänderung hinzu. Eine Subdomain steht vor der Hauptdomain. Voraussetzung ist, dass Sie beide Properties mit demselben Google-Konto als Inhaber verwalten. Das Tool wird nach dem Umzug und der Einrichtung der Weiterleitungen verwendet. Es ist nicht für neue Pfade innerhalb derselben Domain, reine Hostingwechsel ohne URL-Änderung oder HTTP zu HTTPS vorgesehen. Auch für den Wechsel zwischen www und Nicht-www auf derselben Domain ist es nicht gedacht. [15]
Auffälligkeiten untersuchen und Korrekturen nachprüfen
Als Arbeitsplan für einen kleinen Betrieb bieten sich technische Live-Tests am Starttag, die Sichtung offener Fehler am nächsten Arbeitstag und danach wöchentliche Auswertungen im vereinbarten Betreuungszeitraum an. Das sind vereinbarte Kontrollen, keine Fristen für die Entwicklung bei Google. Ein bekannter technischer Fehler braucht eine Bearbeitung, sobald er entdeckt wird. [b]
Der Bericht zur Seitenindexierung nennt mögliche Gründe für nicht indexierte Seiten. Eine alte Weiterleitungsadresse oder eine bewusst ersatzlos entfernte Seite muss selbst nicht im Index stehen. Im Mittelpunkt stehen die wichtigen neuen Ziele und ihre unerwarteten Ausschlüsse. [16]
Monitoring bedeutet, die Website nach dem Start weiter zu beobachten. Zusätzliche SEO-Tools können technische Prüfungen oder geschätzte Positionen liefern. Für den Vergleich bleiben die Messwerte der alten und neuen Fassung gleich definiert. Die verantwortliche Person untersucht eine Auffälligkeit und prüft nach einer Korrektur, ob sie behoben ist. [b]
Gehen die Suchbesuche, hier Traffic genannt, zurück, hilft zunächst die Eingrenzung auf betroffene Seiten. Fehlen Inhalte, führen Weiterleitungen falsch oder wurden Seiten gesperrt? Danach gehören auch Messänderungen, saisonale Nachfrage und Änderungen am Angebot in die Untersuchung. Der zeitliche Zusammenhang mit dem Relaunch allein zeigt noch keine Ursache. [b]
Google empfiehlt, Weiterleitungen möglichst lange und generell mindestens ein Jahr beizubehalten. [1] Bei einem Domainwechsel muss dafür auch die alte Domain weiter betrieben werden. Eigene Profillinks, Anzeigen und andere Kontaktstellen sollten zusätzlich auf die neuen Ziele umgestellt werden. [b]
Das Gespräch mit dem Anbieter
Mit der bestehenden Website und den gewünschten Verbesserungen lässt sich der Umfang konkret besprechen. Die Seitenliste zeigt, was erhalten bleibt. Das Mapping erklärt den Weg von alten zu neuen Adressen. Das Prüfprotokoll hält fest, wer die Umsetzung abnimmt und wer danach erreichbar ist.
Auf dieser Grundlage lässt sich auch das Angebot beurteilen: Sind die nötigen Arbeiten und die Nachkontrollen enthalten? Wo braucht das Team fachliche Angaben oder eine Freigabe Ihres Betriebs? Die Checkliste dient dabei als Gesprächsgrundlage für Ihre Website. [b]
Weiterlesen
- Website für Handwerker planen: Seiten und Inhalte vor der Gestaltung festlegen.
- Anfrageformular prüfen: eine Anfrage vom Smartphone bis zur tatsächlichen Antwort verfolgen.
- Website-Betreuung: laufende Aufgaben und Zuständigkeiten nach dem Projekt klären.
Quellen und Stand
Die verlinkten Google-Hilfen und das IANA-Verzeichnis wurden am 16. Oktober 2026 geprüft. Musteradressen, Prozessgrafik und Prüfprotokoll sind redaktionelle Arbeitshilfen.
Redaktionelle Fassung vom 16.10.2026. Die Ziffern führen zu den Quellen; die Buchstaben erläutern redaktionelle Beispiele oder Empfehlungen. Die Einordnung nennt jeweils, was eine Quelle belegt.
[b] Praktische Empfehlungen. Die vorgeschlagenen Abläufe und Entscheidungshilfen sind redaktionelle Anwendungen der genannten Grundlagen. Ihre konkrete Wirkung auf Anfragen oder Aufträge wurde hier nicht gemessen.
[c] Redaktionelle Darstellung. Die Darstellung veranschaulicht einen Zusammenhang. Sie ist weder eine echte Kundenreferenz noch ein Nachweis einer gemessenen Wirkung.
[a] Redaktionelle Beispiele. Als Muster oder fiktiv bezeichnete Inhalte veranschaulichen mögliche Situationen. Sie sind keine echten Kundenfälle und kein Nachweis einer gemessenen Wirkung.
Quellennachweise und Einordnung (16 Quellen)
- Website migrieren — Google Search Central
Belegt Empfehlungen zur gestaffelten Änderung, URL-Bestandsaufnahme, passenden direkten Weiterleitungen, Live-Kontrolle und Aufbewahrung generell mindestens ein Jahr. Beschreibt mögliche Schwankungen; daraus wird keine feste Erholungsfrist oder Rankinggarantie abgeleitet. Die eigene Checkliste ist eine redaktionelle Umsetzung, kein Google-Abnahmeverfahren. Geprüft: 2026-10-16.
- Leistungsbericht (Google-Suchergebnisse): Übersicht und grundlegende Einrichtung — Google Search Console-Hilfe
Belegt Suchleistungsmesswerte, Dimensionen, Filter und Exportmöglichkeiten. Belegt weder betriebliche Anfragen noch Aufträge; die vergleichbare Ablage von Filtern ist die Arbeitsweise des Ratgebers. Geprüft: 2026-10-16.
- Weiterleitungen und die Google Suche — Google Search Central
Belegt die Empfehlung dauerhafter serverseitiger Weiterleitungen bei dauerhafter URL-Änderung und die Codes 301/308. Belegt keine echte Einrichtung oder Ausführung der fiktiven CSV-Zeilen. Geprüft: 2026-10-16.
- Special-Use Domain Names — IANA
Belegt die besondere Reservierung von example. und dass diese auch für Unterdomains gilt. Die vier CSV-Zeilen, ihre Felder und offenen Status wurden separat im lokalen Download gelesen; IANA belegt keine Webseitentests. Geprüft: 2026-10-16.
- Auswirkungen von HTTP-Statuscodes auf die Crawler von Google — Google Crawling Infrastructure
Belegt Serverantworten, die Grenzen einer erfolgreichen 200-Antwort, Soft-404 bei Fehlerinhalt mit 2xx sowie 404/410 als Antworten für nicht vorhandene Inhalte. Keine Live-Statusmessung. Geprüft: 2026-10-16.
- Sichtbarkeit von Inhalten in Google festlegen — Google Search Central
Belegt den Unterschied zwischen Passwortschutz und Suchausschluss mit noindex; noindex verhindert keine direkten Aufrufe. Belegt keine umfassende Sicherheitsabnahme einer Testumgebung. Geprüft: 2026-10-16.
- Aufnahme in den Google-Suchindex mit noindex blockieren — Google Search Central
Belegt Crawling-Zugriff als Voraussetzung für das Erkennen von noindex, Umsetzung als Meta-Tag oder HTTP-Header und fehlende Unterstützung für noindex in robots.txt. Entfernen soll das Projektteam nur unbeabsichtigte Sperren öffentlicher Seiten. Geprüft: 2026-10-16.
- Kanonische URL mit rel="canonical" und anderen Methoden angeben — Google Search Central
Belegt Canonical als Signal zur bevorzugten URL ähnlicher Inhalte und die Konsistenz der Angaben einschließlich Selbstverweis. Das Canonical-Element ist keine Besucherweiterleitung; Google trifft die kanonische Auswahl selbst. Geprüft: 2026-10-16.
- Sitemap erstellen und einreichen — Google Search Central
Belegt absolute URLs und die Aufnahme bevorzugter kanonischer Seiten. Die Ausschlussliste für Staging, entfernte und nur weiterleitende Adressen ist die daraus abgeleitete Prüfung der neuen Zielliste; die Sitemap garantiert keine Indexierung. Geprüft: 2026-10-16.
- Startleitfaden zur Suchmaschinenoptimierung (SEO) — Google Search Central
Belegt klare beschreibende Seitentitel, Überschriften und Meta-Beschreibungen sowie mögliche andere Quellen für Titellink und Snippet. Die Kontrolle nebeneinander ist ein redaktioneller Arbeitsvorschlag. Geprüft: 2026-10-16.
- Best Practices für mobile Websites und die Mobile-First-Indexierung — Google Search Central
Belegt, dass Google die mobile Version für Indexierung und Ranking verwendet und wichtige Inhalte dort zugänglich sein sollen. Ein Smartphone-Test im Ratgeber ist eine zusätzliche redaktionelle Abnahmepraxis, kein Nachweis besserer Positionen. Geprüft: 2026-10-16.
- Core Web Vitals und Google-Suchergebnisse — Google Search Central
Belegt die Bereiche Ladeleistung, Interaktivität/Reaktionsgeschwindigkeit und visuelle Stabilität. Keine neuen Grenzwerte oder Messergebnisse in den Artikel eingeführt. Geprüft: 2026-10-16.
- Nutzerfreundlichkeit von Seiten bei Google — Google Search Central
Belegt Nutzung der Core Web Vitals durch Rankingsysteme und dass gute Messwerte keine Spitzenposition garantieren. Keine Aussage über eine gemessene Conversion-Wirkung der konkreten Website. Geprüft: 2026-10-16.
- URL-Prüftool — Google Search Console-Hilfe
Belegt den Unterschied gespeicherter Indexinformationen und des Live-Tests, dessen Grenzen und die fehlende Vorhersage der kanonischen Auswahl. Ein positives Ergebnis garantiert keine Aufnahme in den Suchindex. Geprüft: 2026-10-16.
- Change of Address tool — Google Search Console Help
Belegt Einsatz nach Domain-/Subdomainumzug und Redirects sowie Ausnahmen für HTTP zu HTTPS, Pfadänderungen, www/Nicht-www und Hosting ohne URL-Wechsel. Für die Nutzung gelten zusätzliche Property- und Eigentümervoraussetzungen; der Ratgeber behauptet keine ausgeführte Adressänderung. Geprüft: 2026-10-16.
- Bericht zur Seitenindexierung — Google Search Console-Hilfe
Belegt Ursachen nicht indexierter Seiten und die Unterscheidung wichtiger Ziele von begründet ausgeschlossenen/entfernten oder weiterleitenden Adressen. Für den Status einer konkreten Seite verweist die Hilfe auf die URL-Prüfung. Keine Pflicht, alle Altadressen zu indexieren. Geprüft: 2026-10-16.